Dein Aha-Moment: KI zündet den Karriere-Turbo im Software Design

Shownotes

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00:00:02: Hallo und herzlich willkommen zum Studipodcast der Technischen Hochschule Aschaffenburg. Ein Podcast, für den sich Studierende im Rahmen ihres Studiums Konzepte überlegen und selbst was Mikrotreten. An der TH Aschaffenburg wird nämlich Praxis groß geschrieben. Hands on in die Zukunft! Du findest hier Themen rund um die Studienwahl und das Studium selbst. Interessant also für Studieninteressierte und Studierende aus erster Hand zu hören, was hier möglich ist und wie es an der TH AB so läuft. Also genug von mir, lassen wir die Studierenden sprechen.

00:00:42: Stellt euch vor ihr öffnet TikTok oder Instagram und wicht einfach nur durch. Fast wie von Zauberhand tauchen genau die Videos auf, die euch interessieren.

00:00:52: Manchmal hat man das Gefühl, die App kennt einen besser als man sich selbst. Aber habt ihr euch mal gefragt, warum passen diese Inhalte plötzlich so gut zu uns? Wie entscheidet eine App eigentlich, was wir als nächstes sehen? Meistens nehmen wir das alles völlig selbstverständlich hin. Aber hinter diesen scheinbar simplen Apps stecken in Wahrheit extrem komplexe Systeme, schlaue Algorithmen und jede Menge künstliche Intelligenz. Und genau das ist die unsichtbare Welt, in die wir heute abtauchen wollen, die Welt des Software-Designs. Damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge. Mein Name ist Malika. Und ich bin Janne. Schön, dass ihr wieder dabei seid. Wir schauen uns heute den Studiengang Software-Design an der TH Aschaffenburg mal ganz genau an. Und weil man so ein Studium am besten versteht, wenn man mit jemanden spricht, der mitten drin steckt, haben wir uns einen echten Insider eingeladen. Unser ehemaliger Student, Steven Dudek, ist heute bei uns im Studio. Hallo Steven, cool, dass du da bist. Könntest du dich bitte einmal vorstellen? Ja, hi, ich bin das Steven. Ich habe Software-Design 2020 angefangen zu studieren und dann 2024 war ich fertig.

00:02:00: Außerdem haben wir uns für diese Folge noch zwei absolute Expertenstimmen mittens Boot geholt. Frau Professorin Ilis Seifert, die den Studiengang an der TH lehrt. Und Herrn Ripp von der Initiative für Informatik. Bevor wir aber gleich mit Steven in seine ganz persönlichen Erfahrungen starten, wollen wir das große Ganze betrachten. Was ist Software-Design überhaupt? Für das Gespräch mit Professorin Ilis Seifert gebe ich an meine Kommilitonin Nita Ab.

00:02:27: Willen Sie sich kurz vorstellen? Ja, vielen Dank für die Einladung. Mein Name ist Diemele Ilis Seifert. Ich bin Professorin für Software-Engineering im Studiengang Software-Design. Und ich benutze jeden Tag Software, wie wir alle benutzt ihr, in welcher Software jeden Tag.

00:02:46: Wir benutzen ganz gerne die App der Hochschule und die Wetterapp natürlich.

00:02:52: Ja, wunderbar.

00:02:55: Genauso wie ich. Ich beschäftige mich aber seit meinem Studium mit der Fragestellung, wie baut man eigentlich gute Software?

00:03:04: Und besonders spannend dabei finde ich, wie Teams aus einer Idee Software bauen, die dann Millionen Menschen benutzen. Zum Beispiel eine App oder eine Karriereinwendung.

00:03:18: Was versteht man eigentlich unter Software-Design?

00:03:22: Software-Design beschäftigt sich im Kern mit der Fragestellung, wie aus Ideen sinnvolle und funktionierende Software oder digitale Produkte entstehen. Also zum Beispiel eine App, ein Spiel, ein Paarie-System.

00:03:41: Software, die Menschen gerne benutzen.

00:03:45: Und das Problem ist, gute Software entsteht nicht einfach so oder nicht zufällig. Dahinter stehen viele Menschen und Teams, die sich sehr viele und sehr bewusst Gedanken darüber machen, wie eine Software funktionieren soll, wie sie aussehen soll, wie sie sich anfühlen soll. Und dabei treffen sie ganz viele Design-Entscheidungen. Also Software-Design-Entscheidungen. Erstens für sie entwickelt die Software.

00:04:16: Ihr muss die Software dann aufgebaut sein, damit sie einfach zu bedienen ist. Wie entwickelt man Software, die sicher ist, die zuverlässig ist. Aber auch, wie arbeiten wir Teams zusammen, um eine Software zu bauen. Das gehört genauso dazu. Und darum geht es im Software-Design. Software oder digitale Produkte so sinnvoll zu gestalten, technisch, aber auch aus Sicht der Menschen, die sie dann benutzen. Ja, und Programmieren gehört natürlich auch dazu. Aber eben auch Kreativität und Verständnis für die späteren Nutzerinnen und Nutzer.

00:04:56: Aber auch Teamarbeit und genau diese Mischung macht Software-Design so spannend. Und wenn Sie mögen, können wir das an einem Beispiel mal durchdeklinieren. Zum Beispiel, wenn wir uns überlegen würden, eine Learn-App zu erstellen oder zu entwickeln.

00:05:13: Und bevor überhaupt eine einzige Teile-Code auch entsteht, müssen wir unglaublich viele Entscheidungen treffen. Zum Beispiel, für wen entwickeln wir die jetzt? Für Grundschüler oder für Abiturientinnen und Abiturienten, die jetzt die Software benutzen sollen und für ihr Abi lernen sollen.

00:05:32: Und je nachdem, wie das ausgeht oder wie wir die Frage beantworten, würden ganz unterschiedliche Apps entstehen. Ich glaube, das sind wir uns einig.

00:05:43: Dann kommt aber auch schon die nächste Frage, was soll die App besonders machen? Soll sie so was sein wie ein KI-basierter Lernassistent, der mir individuelle Tipps gibt, mir Aufgaben stellt und mich auf meiner Lernreise begleitet? Oder soll sie wie ein Spiel funktionieren, wo ich Punkte sammeln kann, Level erreichen kann und so weiter?

00:06:06: Oder soll sie so was wie Micro-Learning unterstützen, mir kleine Aufgaben stellen, wenn ich gerade auf dem Bus warte?

00:06:14: Und daraus ergeben sich wiederum Fragen. Wie baut man sie? Welche Funktionen braucht diese App? Wie muss sie aufgebaut sein, damit Schülerinnen oder Grundschüler, Grundschülerinnen sie einfach benutzen? Wie testen wir sie mit echten Nutzerinnen, damit wir auch feststellen können, sie damit umgehen, mögen sie die App?

00:06:39: Und natürlich auch, wie speichern wir oder wie schützen wir die Daten, die wir dann sammeln? Das sind alles Fragestellungen, die wir uns stellen müssen. Und darum jetzt ist es auf der Design.

00:06:51: Wie ist der Studiengang aufgebaut und welche Inhalte erwarten die Studierenden dort?

00:06:57: In Studiengang haben wir ganz viele spannende Fächer, die wir so in vier Kategorien unterteilen können. Einmal so die algorithmischen und mathematischen Fächer, die sind dazu da, um die Grundlagen zu legen, die man braucht, um komplexe Probleme strukturiert anzugehen. Ein weiterer Bereich sind Projektmanagement und Software-Engineering dazu. Zählen Fächer wie Projektmanagement, Programmierung, Software-Architektur, aber auch wie man mit Teams gemeinsam so eine Software baut.

00:07:39: Dann haben wir einen weiteren Bereich, da sind die Technologien drin, wie zum Beispiel KI, Data Science, IT Security oder App-Entwicklung.

00:07:49: Last but not least haben wir noch einen Bereich interdisziplinärer Fächer. Das sind Fächer, wo man über den Tellerant hinweg gucken darf.

00:08:02: Beispielsweise beschäftigt man sich auch mit betriebswirtschaftlichen Themen, Sprachen oder man kann sich individuell Wahlfächer aussuchen.

00:08:11: Außerdem gibt es im Studium ein Praxissemester, das kommt ein bisschen später, ein Fünftensemester. Dort dürfen Studierenden in einem Unternehmen erleben, wie sich der Berufsalltag in der modernen Software-Entwicklung so anfühlt.

00:08:28: Und dann später im Studium kann man sich eigene Schwerpunkte setzen, zum Beispiel Data Science oder die digitale Transformation wählen. Im Schwerpunkt Data Science beschäftigt man sich zum Beispiel damit, also ganz grob gesagt, was hinter der KI steckt und wie das Thema aus Daten ernt. Und in der Vertiefung digitale Transformation, da geht es darum, wie intelligente Software-Systeme, also Systeme mit KI-Anteil gemeinsam mit Menschen erstellt werden. Wir nennen das co-kreativ und menschenzentriertes Design und wie solche Systeme in Unternehmen eingesetzt werden.

00:09:13: Genau, und dann am Ende des Studiums, das geht schneller vorbei, als man denkt, beschäftigt man sich mit der Bachelorarbeit.

00:09:22: Und dort wählt man sich eine wissenschaftliche Fragestellung aus, aus einem Bereich, meistens der einen besonders interessiert.

00:09:32: Genau, und im Studiengang Software-Design lernt man halt, wie aus Ideen echte Produkte oder echte digitale Lösungen entstehen.

00:09:44: Und dabei geht es gar nicht mehr darum, nur Po zu schreiben, sondern vor allem darum, auch gute Entscheidungen zu treffen.

00:09:53: Und man sitzt nicht vom Berg, Theorie und programmiert alleine vor sich hin. Das Studium sieht so aus, der Studienalltag sieht so aus, dass man viel im Team arbeitet an gemeinsamen Projekten.

00:10:10: Und wir haben von Anfang an ganz viele projektbasierte Lehrveranstaltungen, bereits im zweiten Semester im Software-Engineering entwickeln, studierenden eigene Spiele von der Idee bis zur Umsetzung, im Fach Algorithmen und Datenstrukturen, so mal als Beispiel herausgegriffen,

00:10:32: entwickeln studierenden Algorithmen, um den kürzesten Weg zu berechnen, vom Schloss bis zum Campus.

00:10:40: Oder aber im Software-Entwicklungsprojekt, das ist auch ein Modul, das später kommt, haben Studierende eine echte App, entwickelt die Stadtwanderer-App. Und das war ganz interessant, die hilft dabei, städte spielerisch und interaktiv zu entdecken. Die Projekte werden immer größer und immer komplexer, am Ende werden es richtig große Projekte, zum Beispiel im Schwerpunkt-Figitale-Transformation, haben die Studierenden Software entwickelt, mit der humanoider Roboter gesteuert werden, oder ein nettes Beispiel aus dem Schwerpunkt Data Science. Haben Studierende ein Projekt rund um eine Karrierebahn gemacht, hier haben sie eine KI trainiert, die lernt, eine Karrierebahn möglichst optimal zu steuern. Und dabei würde sichtbar, wie moderne KI-Systeme durchaus probieren und auch feedback lernen können.

00:11:41: Gibt es Fragen, die sie von Studien interessierten oft gestellt bekommen? Ja, ein Klassiker ist das Studium sehr mathe-lastig.

00:11:55: Mathe 1 und 2 sind so die Grundlage. Wichtig für analytisches Denken, dass es die Sprache, die KI versteht, aber man muss jetzt kein Mathe-Genie sein, Fleisch reicht ganz gut aus, Fleisch zählt und es gibt noch Unterstützung durch Tutorien in Mathe.

00:12:19: Und wir empfehlen auch sich Lerngruppen anzuschließen, denn man lernt auch besser, wenn man in einer Gruppe zusammen sich das erarbeitet.

00:12:30: Ja, und eine zweite Frage, die uns ganz oft gestellt wird von Studien interessierten, da muss sich vorher programmieren können?

00:12:41: Nein, ganz klar. Wir starten bei den Grundlagen, vorkennt es es, sind aber hilfreich, die schaden wir, aber nicht nötig. Viel wichtiger sind Neugier und Ausdauer, als dass man von Staat an ein Programmierprofi ist.

00:13:02: Viele fragen sich natürlich auch, wie es nach dem Bachelor weitergeht. Gibt es bereits passende Mastermöglichkeiten oder welche Masterrichtungen würde gut zu diesem Studiengang passen?

00:13:14: Ja klar, also da gibt es passende Möglichkeiten an der TH, die TH Schaffenburg bietet den Masterstudiengang angewandte Forschung. Und dort kann man sich unter anderem in Richtung angewandte Informatik auch vertiefen. Besonders spannend dabei ist, dass man über drei Semester das studiert und an einem eigenen Forschungsprojekt arbeitet und das mit dem Projekt passenden Vorlesungen und Seminaren kombinieren kann.

00:13:44: Und wenn man nach dem Bachelor doch kein Master machen möchte, dann kann man den Beruf einsteigen, in die Praxis einsteigen und das Gelernte auch anwenden. Und mit dem Studium arbeitet man an Technologien, die unseren Alltag wirklich beeinflussen. Wir haben ja besprochen, jeder von uns nutzt Apps, softwaretäglich.

00:14:13: Und je nach Interesse kann man später dann auch sich für eine Richtung entscheiden, ob Softwareentwicklung, Projektmanagement, Qualitätssicherung,

00:14:22: KI oder Data Science, das hängt von den persönlichen Präferenzen vorlieben ab, vor allem wo man gut ist und wo man auf jeden Fall Spaß dabei hat.

00:14:33: Und zum Abschluss noch eine persönliche Frage. Was fasziniert sich selbst am Softwaredesign so sehr, dass Sie diesen Studiengang lehren? Ja, mich fasziniert das Software, fast überall eine Rolle spielt und dass man überall so viel gestalten kann.

00:14:54: Und im Studiengang sieht man auch genau das, wo Studierende gemeinsam arbeiten, ein Produkt, in unserem Fall eine Software erstellen,

00:15:06: kreative Probleme im Team zusammenlösen und sich aber auch gleichzeitig mit so Zukunftstechnologien beschäftigen, wie beispielsweise KI.

00:15:18: Und diese Mischung aus Technik, Kreativität, Teamenken, das ist das, was den Studiengang für mich so besonders macht und auf Zukunftsfähigkeit.

00:15:28: Im Studium hat man ein breites Spektrum an Fächern und dadurch kann man auch vieles kennenlernen, um dann später zu entscheiden, wo sind meine Stärken und wo möchte ich mich später dann vertiefen. Und das bietet ja unser Stundenplan an.

00:15:49: Und auf der anderen Seite bieten wir auch ganz viel Freiraum, um zu wachsen, um kreativ zu werden, um eigene Ideen auch zu entwickeln. Durch Projekte, durch Teamarbeit, durch Auseinandersetzung mit Technologie.

00:16:06: Und dadurch wächst man und hat man hoffentlich auch viel Spaß dabei.

00:16:12: Genau.

00:16:14: Und was meine persönliche Einschätzung ist, dass wir uns in einem Bereich bewegen, der super wichtig ist, weil Softwaresysteme jetzt unseren Alltag auch sehr beeinflussen und nicht nur unseren Alltag, auch Unternehmen und als Gesellschaft. Und deswegen finde ich es auch spannend, ein Studierender daran zu begleiten und sie auf diese Herausforderungen auch vorzubereiten.

00:17:06: Genau darüber sprechen wir jetzt mit Steven.

00:17:09: Steven, nochmal offiziell willkommen. Lass uns ganz von vorne anfangen. Bei der riesigen Auswahl an Studiengängen heute. Warum hast du dich damals ausgerechnet für Softwaredesign entschieden?

00:17:21: Also, während der Oberstufe hat sich so langsam ein Interesse an Informatik entwickelt. Ich hatte auch dort dann selbst Informatikunterricht gehabt in der 11. und 12. Klasse. Ich fand es eigentlich immer ganz cool. Hatte auch einen sehr tollen Lehrer gehabt damals. Und dann habe ich mir halt so ein bisschen hier die Umgebung angeschaut. Was gibt es denn für Studiengänge im Informatik-Kontext? Und dann habe ich auch gerade gesehen, dass an der THH-Schaffen-Works-Hoffnerdesign eben startet. Ich habe mich dann ein bisschen genauer mal informiert. Hab gesehen, dass dort eben nicht nur das reine Informatik-Feld so ein bisschen behandelt wird, sondern auch eben das Drummer herum mit Trackmanagement, wo man halt nicht nur einfach noch Stur an sich programmiert, sondern halt auch das Drummer herum mitbekommt. Und dann habe ich mich natürlich dann dafür beworben, weil ich es halt cool fand, nicht nur diese trockene mathematische Informatik dann zu nehmen, sondern halt auch ein bisschen mehr mit Menschen arbeiten auch zu dürfen. Ja, das ist verständlich.

00:18:11: Professorin Ilis Seifer hat uns ja gerade den theoretischen Aufbau erklärt. Die Interaktiv ist dieser Studiengang in der Realität. Nimm uns mal mit. Wie sah so ein ganz typisches Semester für dich aus? Ja, so ein typisches Semester. Das ist immer eine gute Frage, weil ich fand alle Semester tatsächlich sehr unterschiedlich, auch sehr interessant immer. Die Vorlesungen waren halt, wie man sich in der Schule vorstellt, da kam auch immer nach paar Minuten Vortrag von der Professorin dann auch eben Rückfragen auf. Die haben auch teilweise uns interaktive Quizze gestellt. Man muss halt auch erwähnen, dass mein Studienjahrgang auch direkt in der Corona-Zeit angefangen hatte. Deswegen, da war es auch ein bisschen, nochmal ein anderes Setting, viel Onlineunterricht natürlich auch. Wir haben aber natürlich neben den klassischen Online-Setting auch das normale Volllesungssaal eben auch genießen können. Zum Glück noch dann vierzehs Semester weitergehen. Ja, es war mal ganz cool. Also es wurde nie langweilig. Die haben immer schön mit uns interagiert. Wir konnten auch immer viel Fragen stellen. Sie haben auch immer extra ein bisschen Zeit gelassen, für uns nochmal zurück kaputulieren, was gerade eben gesagt wurde.

00:19:15: Das viele praktische Arbeiten ist ja oft das Spannste. Gab es in deiner Studienzeit große Projekte, an denen ihr über einen längeren Zeitraum getüftelt habt? Hast du vielleicht ein absolutes Lieblingsprojekt? Es gab tatsächlich sehr viele Projekte. Also in jedem Semester haben wir einen, zwei Projekte immer gehabt, die das Semester begleitet haben. Natürlich halt die Vorlesungsinhalte auch ein bisschen vertieft hatten.

00:19:38: Aber wenn ich so überlege, im sechsten Semester gab es das große Software-Entwicklungsprojekt, wo wirklich eine klassische Vorlesung nicht existierte. Da hat man wirklich ein ganzes Semesterzeit gehabt, nur anhand von den Vorgaben von den Professoren eben eine Software zu entwickeln. Und da war ich an einer Bürgerbeteiligungsplattform beteiligt.

00:19:57: Und dort konnten wir halt quasi so ein Social Media Account für eine fiktive Stadt dann eben erstellen, wo man sich mit Ideen einbringen konnte. Das ist dann auch schon sehr cool. Wir haben nicht nur Vorgaben von den Professoren teilweise erhalten, die das Projekt betreut haben, sondern wir durften auch selbst Vorschläge einbringen. Wir haben uns selbst organisieren dürfen oder mussten uns organisieren. Und das Ganze halt, wie im echten Leben, wie so ein Trakt abläuft, auch dann halt alles managen. Und da war auch nicht nur die Zusammenarbeit ganz cool. Wir waren dann halt schon im sechsten Semester ein gewisses eingespieltes Team. Wir bekannten uns ja schon ein bisschen gegenseitig. Die Menschsprächen hat es auch voll viel Spaß gemacht, doch jeweils dann immer uns zusammenzufinden. Wir haben selten alleine programmiert. Wir waren meistens immer zu zweit, irgendwo entweder in den Hörseelen oder dann auch online zusammengeschaltet, damit wir nicht alleine programmieren. Weil das ist immer das Coolste, wenn man zusammenprogrammieren kann, weil man nicht nur auf sich selbst gestellt ist, man kann zusammen nämlich ein bisschen schneller, ein bisschen effizienter arbeiten, weil man dann einfach die Fehler, die ganzen Bugs, die halt so bei der Entwicklung entstehen, die kann man halt dann ein bisschen besser zusammenlösen als alleine. Von daher muss ich dann auch wirklich sagen, das war schon eines meiner Highlights. Natürlich kann ich die anderen Projekte genauso gut beschreiben, aber ich glaube, das war einfach das Schönste. Okay.

00:21:15: Wir kommen meinen Thema aktuell nicht darum, künstliche Intelligenz. Welche Rolle hat KI eigentlich direkt bei euch im Studium gespielt? Also, man muss natürlich dann auch sagen, wenn wir uns an 2020 die Zeit zurück erinnern, da war ja ChatGBT und die ganzen KI-Assistenten noch nicht so ein großes Thema. Das kam tatsächlich bei mir so im Laufe des fünften sechsten Semesters erstmal so richtig in Fahrt auf.

00:21:39: Aber auch schon zu der Zeit natürlich war es schon ein bisschen präsent. Wir haben zum Glück schon das tiefgehende Wissen gehabt, wie wir eben diese Prompts evaluieren können, welche Fachbegriffe wir setzen können. Dementsprechend war es auch für uns ein bisschen einfacher, diese zu lenken. Auch wenn ich sagen müsste, dass das Reihen benutzen von den Coden Prompten her, also die Ergebnisse, die von den KI-Assistenten da waren, dass sie noch ein bisschen Feinschliff benötigt haben. Also natürlich haben wir die in den Projekten dann auch teilweise im Rat gefragt, wenn wir einen Back einfach nicht entdecken konnten. So richtig selbst halt einfach nur Cod konditionieren und schreiben lassen, das haben wir tatsächlich nicht gemacht. Das war dann zu der Zeit noch nicht so ausgereift, wie es jetzt heute zum Beispiel ist. Aber man muss auch sagen, dass KI in den Grundsätzen, bevor es wirklich populär wurde, wie es halt jetzt ist, dann auch im dritten Semester müsste es gewesen sein. Bin mir gar nicht so sicher, Grundlagen Data Science hieß esfach. Und dort haben wir auch über neuronale Netze ein bisschen was gesagt bekommen. In verschiedenen Wahlfächern gab es auch noch Möglichkeiten, zusammen mit der Programmiersprache Pfeifen eben eigene KI-Assistenten. Jetzt ist es ein bisschen so hoch gesagt, aber eigene neuronale Netze halt wirklich zu entwickeln und das Ganze so ein bisschen greifbarer, spürbarer zu machen und auch die Mathematik hinten dann zu verstehen. Und das ist natürlich jetzt dann, was ich auch so mitbekommen habe an den anderen Studierenden, wo es immer wieder weiter ausgebaute ist, Verständnis wird immer vergrößert, halt an die aktuelle Zeit zusammen angepasst.

00:23:03: Okay, du bist der TH Aschaffenburg ja sehr treu geblieben, du arbeitest immer noch dort. Was hat dir als Student an der TH eigentlich besonders gut gefallen, dass du gar nicht mehr weg wolltest? Also natürlich mag ich vor allem Aschaffenburg als Städt als solches, das ist natürlich ein riesen großer Faktor. Andererseits mag ich auch dieses familiäre Umfeld hier an der TH. Also als Studie schon hat man ja immer die Möglichkeit gehabt mit den Professoren nach der Vorlesung oder auch während der Vorlesung zu reden, fragen zu stellen, aber auch die interaktiven Übungen, wo man halt wirklich zusammen, seit an Seite, dann mit den anderen Studis sitzen konnte und auch mit den Professoren halt eben unterstützend die ganzen Themen behandeln konnte. Das finde ich wirklich ganz cool. Als auch der Campus, den finde ich auch ganz schön. Damals noch an Campus 3, den gibt es jetzt leider nicht mehr. Jetzt sind wir an Campus 2 gewechselt, da ist auch so schön. Also ich finde einfach, die Räume sind super. Wir haben auch sehr viele kreative Settings dort und ich wollte einfach nicht weg, weil es einfach selbst schön fand. Also ich erinnere mich immer noch gerne auch heute noch an die Studie Zeit zurück mit den Freundschaften, die wir geschlossen haben, mit den Professoren, die wir quatschen konnten, mit denen wir auch uns sehr gut verstanden haben und das hat mich halt alles hier gehalten. Also war es ein schönes Gesamtpaket. Das war eigentlich eine sehr gute Entscheidung, das ganze Studio.

00:24:19: Okay, wenn wir auf den Arbeitsmarkt schauen, in welchen Branchen oder für welche konkreten Berufe werden Absolventen aus dem Software Design aktuell besonders händeringend gesucht? Also wir gucken jetzt uns einfach mal das ganze Software-Entwicklungsleben einfach mal an. Natürlich klassisch. Programmiere werden immer noch gesucht. Man muss ja natürlich auch verstehen, was man dort eben programmiert, was auch wenn die KI sehr viel schon abnehmen kann, braucht es halt irgendwie das Drumherum. Einerseits mit den Menschen reden, die halt die Anforderungen stellen, weil eine Software wird ja immer für einen Menschen entwickelt.

00:24:52: Da braucht es natürlich die Leute in Requirements Engineering, also in die Anforderungsanalyse, natürlich dann das Programmieren selbst, als auch die Wartung von Software. Das ist auch noch ganz wichtig. Die ganzen zusammenhängende Systeme, das ist noch so ein Schwachpunkt von der KI, die ich jetzt gerade sehe, dass sie einfach noch nicht diesen Umfang so gut managen können, dass man halt immer noch Leute braucht, die verstehen wie die Infrastruktur aufgebaut ist. Das sind so natürlich die ganzen Felder, die um das Software-Entwickeln an sich entstehen. Natürlich gibt es aber auch Sachen wie das Consulting. Also man kann ja natürlich immer beratend jemanden zur Seite stehen, wenn Software-Systeme eingesetzt, gewartet etc. werden. Und das sind so glaube ich die zwei großen Felder, die ich so jetzt sehe.

00:25:35: Genau, und das schließt sich direkt eine kritische Frage an. Wenn KI's immer besser im Programmieren werden, hast du manchmal die Sorge, dass KI irgendwelche Berufe in diesem Bereich komplett ersetzen könnten? Ich würde nicht sagen, dass sie an sich Berufe ersetzen. Ich glaube, sie verändern sie auf jeden Fall. Also ich habe nicht die Sorge, dass KI irgendetwas richtig ersetzen wird. Dafür fehlt noch die menschliche Komponente viel zu sehr. Also das eben, darum herum mit den Menschen zu reden auf jeden Fall. Aber dieser Beruf von einem klassischen Entwickler, der nur Zeile für Zeile Code schreibt, der wird ein bisschen revolutioniert werden, dadurch, dass eben ja ein bisschen Arbeit abgenommen werden kann. Also ich denke, ersetzen wird es nicht. Es wird es auf jeden Fall interessanter machen. Es wird es auf jeden Fall den kleinen Entwicklungszyklus ein bisschen performanter, ein bisschen effizienter gestalten. Tatsächlich. Danke für die ganzen Instruz schon mal. Wir hören uns ja jetzt gleich nochmal.

00:26:28: Genau diese Frage, wie sehr KI unsere Jobs und unsere Zukunft verändern wird, treibt nicht nur Studierende um. Um das Ganze auf einer etwas größeren Ebene zu betrachten, haben wir uns heute einen weiteren Experten dazu geholt. Ich freue mich sehr, Herrn Ripp von der Initiative für Informatik bei uns zu haben. Hallo Herr Ripp.

00:26:47: Bevor wir in die Tiefe gehen, vielleicht können Sie sich und Ihre Arbeit bei der Initiative unseren Zuhörern ganz kurz vorstellen. Ja, das mache ich sehr gerne. Wir schön, dass ihr bei uns seid hier bei der PAS in Aschaffenburg. Was die Initiative für Informatik angeht, im Oktober 2020, hat an der TH Aschaffenburg der Studiengangssoftware Design gestartet.

00:27:09: Und unser Anliegen war es damals, dass die Technische Hochschule Aschaffenburg diesen Studiengang bekommt. Und unser Anliegen ist es heute quasi eine Verzahnung herzustellen zwischen der Wissenschaft und der Wirtschaft.

00:27:25: Und wichtig dabei ist, dass auch die Ziele der Unternehmen berücksichtigt werden. Das wurde damals, zum Anfang bei dem Software Design Studiengang, auch der Modulplan gemeinsam erstellt, damit die Wünsche der Unternehmen auch berücksichtigt werden konnten, wenn es um die Ausbildung der Studenten geht. Und heute geht es eigentlich darum, dass wir heute weiterhin immer wieder diese drei Parteien zusammenbringen,

00:27:57: und zwar die Unternehmen auf der einen Seite, die Studenten auf der anderen Seite und die Technische Hochschule Aschaffenburg, um hier einen gemeinsamen Wehrwert zu beten.

00:28:07: Genau, und mein Anliegen ist im Endeffekt diese gemeinsame Initiative immer wieder neu zu erschaffen und an die Bedürfnisse der Zeit anzupassen. Deshalb ist es heute auch hier.

00:28:17: Vielen Dank für den Einblick. Wenn man aktuell die Nachrichten verfolgt, hat man ja das Gefühl, KI entwickelt sich rasant schnell und durchschtringt jeden Bereich. Wie schätzen Sie das ein? Wie stark verändert KI unsere Gesellschaft aktuell wirklich? Ist das nur ein Hype oder schon eine tiefergehende Realität? Das ist eine sehr gute Frage und das Gefühl täuscht auf jeden Fall nicht. Die Geschwindigkeit ist absolut rasant.

00:28:42: Wir müssen unterscheiden zwischen dem täglichen Hype, also diesem Maintain Hype, den wir immer wieder in den Mäthien quasi hören, und dem tiefen Strukturwandel, der damit um sich geht.

00:28:51: Also aktuell verändert KI unsere Gesellschaft vor allem als Katalysator.

00:28:56: Ich würde sagen, es nimmt nicht alle Jobs weg, aber sie verändert die Jobs radikal, was dieses Thema angeht. Und vor allem im Umfeld, wenn ihr schon von der Tischen Hochschule seid, vor allem was das Thema Arbeiten und Lähnen angeht. Für Studierende bedeutet das Fachwesen wird zukünftig nur noch eine halbwärtszeit haben. Viel wichtiger wird sein, die Fähigkeit mit KI-Tools umzugehen. Zu steuern, Ergebnisse kritisch zu hüllen, der Fragenprobleme kreativ zu lösen, das werden die neuen Themen sein, der Studierenden, die dann irgendwann mal fertig sind mit dem Software-Design-Studiengang. Wir sehen, was in der Gesellschaft tiefer ist, vor allem da eingehend, wenn es um Inhalte, um Daten geht, also das Thema Deepfakes, Vertrauen in die Medien, diese ganze Flut von Informationen, die vielleicht verfälscht sind.

00:29:52: Das ist ein kritischer Punkt, den wir immer wieder hinterfragen müssen, und dann muss ich dann auch sagen, das ist ein wichtiges Thema auch für die Studierenden. KI verändert nicht jedes Gesetz oder jede Institution, aber die Fähigkeit mit diesem Wissen umzugehen und dieses Wissen bei KI einzusetzen, das ist eines der wichtigsten Werkzeuge für die Studierenden in der Zukunft.

00:30:18: Bei solch tiefgreifenden Veränderungen gehen die Meinungen ja oft weit auseinander. Die einen sind euphorisch, die anderen warnen. Glauben Sie, dass KI unter dem Strich eher Chancen schafft, oder bringt sie auch ernsthafte Risiken für unsere Zukunft mit sich?

00:30:33: Die Frage ist einfach. KI bringt definitiv beides.

00:30:38: Die entscheidende Kenntnis ist aber, Risiken und Chancen sind untrennbar miteinander verbunden. Das ist wie bei zwei Seiten einer Medaille. Es gibt kein Entwederoder. KI bedeutet ein digitaler Wegzeugkasten, der genutzt werden muss. Das ist eine enorme Hebelwirkung für die Zukunft.

00:30:56: Das wird verschiedenste Szenarien geben.

00:30:59: Aber die entscheidende Frage ist Regulierung und Bildung.

00:31:04: Wir müssen die Technologie so gestalten, dass die Chancen der Allgemeinheit denen und die Risiken durch Schlagplange minimiert werden. Damit haben wir beides abgedeckt. Chancen und Risiken.

00:31:18: Lassen Sie uns diese Entwicklung mal auf unser heutiges Hauptthema beziehen. Es gibt durchaus provokante Stimmen, die sagen KI schreibt bald selbst den besten Code. Warum werden Studiengänge wie Softwaredesign aus ihrer Sicht trotzdem immer wichtiger, wenn doch viele behaupten, dass KI bald alles selbst übernimmt?

00:31:37: Genau diese Aussage hören wir ja fast jeden Tag in den Medien. Es klingt im ersten Moment aber wie ein Widerspruch. Weil der Gegenteil ist der Fall. Studiengänge wie Softwaredesign, Informatik oder anything.at werden wichtiger denn je. Allerdings verändert sich die Anforderung radikal.

00:31:56: Es stimmt. KI kann heute schon einfache Code-Zeilen schneller schreiben als jeder Mensch.

00:32:04: KI kann aber nicht das große Ganze begreifen. Also welches System braucht ein Unternehmen?

00:32:13: Welche komplexe Systemarchitektur muss irgendwie fehlerfrei zusammenspielen? Oder wie werden Daten geschützt?

00:32:22: Das kann alles eine KI nicht leisten. Dafür brauchen wir Informatiker, wir brauchen Softwaredesigner, die sich genau mit diesen Themen auseinander setzen. Also wir kommen natürlich weg von diesem reinen Entwickler. Also Code abtippen, das werden wir zukünftig nicht mehr benötigen. Wir benötigen aber Systemarchitekten, Problemlöse, Strategen. Und die nutzen dann wiederum KI, um einfache Routineaufgaben zu ersetzen.

00:32:53: Dafür kann ich KI einsetzen als Werkzeugkasten. Aber das Thema Cyber Security, Datenethik, das sind alles Fragen, die kann eine KI nicht beantworten. Und dafür brauchen wir die Studenten. Übrigens, nur weil es Taschenrechne gibt, haben wir auch die Mathematik nicht abgeschafft. Und genauso ist es auch in diesem Fall auch mit KI und mit Softwaredesign und Informatik.

00:33:20: Das heißt, die Anforderung an die Menschen, die die Softwaredesign verändert sich einfach. Das bringt uns direkt zur Ausbildung.

00:33:27: Was müssten Sie Ihre Meinung nach im Bildungssystem ändern, damit junge Menschen besser auf die KI-Zukunft vorbereitet werden?

00:33:35: Das ist eine ganz heikle Frage.

00:33:38: Und meine persönliche Antwort darauf lautet eigentlich, dass wir hier in dem Bildungssystem dringenden Schalter umlegen müssen.

00:33:47: Wir hatten in der Vergangenheit immer das Thema Wissensabfrage. Also reines Auswendiglernen, Aufprüfungen. Aber wir hatten weniger Handlungskompetenz.

00:33:58: Wenn man jetzt überlegt, dass KI innerhalb von Millisekunden das ganze Wissen der Menschheit ausspucken kann, dann verliert im Endeffekt dieses ganze Thema Auswendiglernen massiver Wert. Das heißt, das brauchen wir wirklich nicht mehr. Wir müssen also da radikal umdenken. Also ich denke, wir müssen aufhören, KI grundlegend in Schulen oder auch in den Universitäten einfach zu verbieten. Sondern wir müssen, wenn es um Klausuren geht, die Klausuren so anpassen, dass man KI verwenden kann. Das ist ein wesentlicher Punkt.

00:34:37: Das andere Thema ist, dass das kritische Denken wesentlich mehr in den Vordergrund rücken muss. Also was ich vorhin schon erwähnt hatte mit dem Thema Fake News oder Deep Fakes. Das ganze Thema der Halluzination.

00:34:57: Also Mating-Competenz oder Datenethik. Das muss wesentlich mehr in den Vordergrund gerückt werden im Studium. Und wir müssen unsere Fähigkeiten stärken, bei denen uns Maschinen so schnell nicht einholen können. Also wenn es ja jetzt darum geht, dass die KI schneller Programme, es haben wir mal in Anführungszeichen tippen kann, dann wissen wir, wenn der Lage sein,

00:35:27: so viel Emotionalintelligenz oder Teamarbeit in so eine Lösungsfindung hineinzubekommen,

00:35:36: dass wir nicht ersetzt werden können.

00:35:39: Also wir müssen die komplexen Aufgaben übernehmen, weil eine KI aus meiner Sicht, also diese large language Models, immer nur Sprachmodelle sind, die bestehende Themen wiedergeben, aber nichts Neues erfinden. Also definitiv nicht aktuell.

00:35:57: Also Bildung aus meiner Sicht oder andersrum gesagt, KI darf nicht länger als Bedrohung für Lehrformate gesehen werden, sondern es muss die Chance begriffen werden, dass KI mehr kreative Möglichkeiten bietet und Stärke integriert werden sollte in Bildungsformate. Trotz guter Vorbereitung schwingt bei vielen Menschen eine gewisse Unsicherheit mit. Viele Studenten haben ganz konkret Angst, später durch KI ersetzt zu werden. Wie sehen Sie das? Vernichtet KI primär Jobs oder ermöglicht Sie vielleicht auch ganz neue Brüfe, die wir heute noch gar nicht auf dem Schirm haben? Ja absolut, also die Angst, erst jetzt zu werden, ist menschlich und verständlich, definitiv. Die Geschichte hat aber auch gezeigt, dass keine Technologie Arbeit dauerhaft abgeschafft hat,

00:36:56: sondern es hat nur verschoben.

00:36:58: Also weg von, wie ich eben schon erwähnte, reine monotonen Routine-Tätigkeit zu anspruchsvolleren Aufgaben.

00:37:07: Und genauso wird es hier auch sein. KI ist meines Erachtens ein Werkzeug, das genutzt werden kann und es wird natürlich Millionen Jobs verändern in einer gewissen Art und Weise und es wird definitiv neue Jobs geben.

00:37:24: Und diese neue Jobs werden im Moment vielleicht auch erfunden oder werden in der nahezukunft erfunden.

00:37:32: Nehmen wir zum Beispiel das Thema an übersetzte Menschmaschine.

00:37:38: Also KI-Systeme präzise ansteuern, Leitplanken setzen. Da geht es viel um Sprache, um Logik, das kann keine KI. Und dafür brauche ich jemanden, der das ganze Design und übersetzt. Also das könnte sowas sein, wie dann, wie könnte man den Beruf jetzt nennen? AI in der Action-Design ja zum Beispiel, angelehnt an Software-Design, so weiß ich in der Art. Oder wenn man davon ausgeht, dass KI immer mächtiger wird und unnenehmen eingeführt wird, dann müssen wir natürlich auch schauen, dass wir diese KI irgendwie kontrollieren, dass wir die Daten prüfen, Daten, die verarbeitet werden. Gibt es da ethische Grundsätze?

00:38:27: Und dafür brauche ich dann auch wieder Manager,

00:38:31: Compliance Manager, diese ich diesem Thema annehmen.

00:38:35: Oder nehm ich mal eine andere Branche, nehm ich mal so was wie ein Krankenhaus oder eine Anwaltskanzlei. Also die KI ist jetzt Arbeitsabläufe.

00:38:48: Und um diese Arbeitsabläufe zu konkretisieren, dann brauche ich doch auch die Menschen, die quasi das alles wiederum konzipieren, Designen, haben wir wieder den Designer, oder Enchanged Manager an der Stelle.

00:39:06: Also im Endeffekt würde ich mal sagen, und das kann man den Studenten auf jeden Fall mitgeben,

00:39:12: sie werden auf jeden Fall nicht durch KI ersetzt werden.

00:39:16: Aber sie werden ersetzt durch jemanden, der KI besser zu nutzen versteht. Und deshalb ist mein großer Vorschlag, das Thema KI sehr, sehr stark ins Studium zu integrieren. Ja, aber das ist doch mal eine schöne Perspektive. Zum Abschluss würde ich Sie gerne um ein Fazit für unsere junge Zielgruppe bitten. Welchen Rat würden Sie Schülerinnen und Schülern geben, die genau jetzt in diesen Zeiten der KI-Entwicklung über ein Studium wie Software Design nachdenken?

00:39:47: Das ist eine sehr schöne Abschlussfrage und mein wichtigster Rat an der Schüler ist definitiv, sich nicht für uns sichern lassen, unbedingt das Studium Software Design oder Informatik anzugehen. Und genau dieses Ticket zu lesen für die Zukunft, nämlich die Zukunft einfach mitzugestalten. Und die KI, und noch einmal so abschließend, ist es nur ein Wegzeugtool aktuell. Es ist vielleicht ein hohe Effizien der Backe auf der Baustelle, aber den Bauplan, den wird jeder Schüler für die Zukunft selber gestalten können. So, das war ein wunderbares Schlusswort, Herr Ribb. Vielen Dank für diesen spannenden Einblick und dass Sie sich Zeit für uns genommen haben. Ja, sehr gerne. Hat mich sehr gefreut, dass Sie euch Zeit genommen haben. Vielen Dank dafür. Vielen Dank. Danke schön.

00:40:38: Ein wunderbares Schlusswort von Herrn Ribb. Und jetzt komme ich wieder zurück in den Studium zu unserem Gast, Steven.

00:40:45: Hat man da im Studium manchmal das Gefühl, die KI entwickelt sich draußen eigentlich viel schneller, als man im Hörsaal überhaupt mitkommt? Also natürlich wird die KI ja mal ganze Zeit trainiert mit den aktuellen Daten, die so in dieser Welt da sind. Also sie weiß natürlich immer zu jeder Frage irgendetwas Passendes. So richtig mithalten kann man natürlich nicht. Aber ich würde sagen, die Grundprinzipien, die man im Studium lernt, die dann auch eine KI dann natürlich anwenden wird, werden sich nicht so schnell entwickeln. Ich glaube, dieses Grundverständnis, das man halt eben braucht, um so KI nutzbar wirklich zu, damit wirklich nutzbar zu arbeiten, diese Grundstruktur wird sich so schnell glaube ich nicht verändern, dass man denken könnte, die KI beholt einen natürlich von dem faktischen Wissen, ist sie schon immer auf dem neuesten Stand, je nach KI-Assistentin, die man verwendet. Aber an sich ist man so gut, wie man promptet, so gut reagiert die KI auch, würde ich sagen.

00:41:44: Also, wir sehen, es bleibt unglaublich dynamisch. Wenn wir nochmal an unser TikTok-Beispiel vom Anfang zurückdenken, diese Apps wirken für uns Nutzer wahnsinnig einfach, sind aber technisch hochkomplex. Hinter all dem stecken Systeme, die lernen, die reagieren und Studiengänge wie Software-Design beschäftigen sich genau damit, diese Systeme der Zukunft zu bauen.

00:42:08: Genau. Und wie wir heute gelernt haben, verbindet das Studium an der TA Schaffenburg genau diese Welten. Technik, Kreativität und vor allem absolute Zukunftsthemen. Das war es für diese Folge. Ein riesengroßes Dankeschön an unsere Gäste, Frau Professorin Ilis Seifert, unseren Alumni Steven Dudek und Herrn Ripp für die wahnsinnig spannenden Einblicke. Vielen Dank für eure Einladung. Dem schließe ich mich an. An euch da draußen, wenn ihr noch Fragen habt oder Gedanken zum Thema KI und Studium mit uns teilen wollt, schreibt sie sehr gerne in die Kommentare. Wir sagen danke fürs Zuhören, macht's gut und bis zur nächsten Folge.

00:42:48: Danke an die Studierenden für Konzept und Stimmen und danke an unsere Zuhörerinnen und Zuhörer. Mehr Infos zur Hochschule findest du auf unserer Webseite www.th-ab.

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