Neustart im Studium: Chance statt Niederlage

Shownotes

Lara erzählt von ihrem Wechsel vom Grundschullehramt zur Wirtschaftspsychologie und teilt ihre Erfahrungen und Herausforderungen. Frau Engel von der Studienberatung der TH Aschaffenburg gibt wertvolle Tipps und erklärt, warum ein Wechsel oft besser als ein Abbruch ist. Erfahre, wie du den richtigen Weg für deine Zukunft findest und warum es keine Schande ist, die Richtung zu ändern.

Hör jetzt rein und entdecke, warum persönliche Zufriedenheit wichtiger ist als gesellschaftliche Erwartungen und wie dir Beratungsangebote helfen können.

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00:00:00: Das sitze ich also wieder.

00:00:01: Vor mir der Prof, die Folien, diese Begriffe, die mir einfach nichts mehr sagen.

00:00:06: Alles was ich höre verschwimmt zu einem Rauschen.

00:00:09: Jeden Tag frage ich mich mehr, was mache ich hier eigentlich?

00:00:13: Ich wollte das doch, oder?

00:00:15: Zumindest dachte ich das damals.

00:00:17: Aber jetzt fühlt sich alles falsch an.

00:00:19: Ich bin nicht sicher, ob ich das noch durchziehen kann.

00:00:22: Und was, wenn es nur noch schlimmer wird, ist ein Abruf vielleicht die einzige Lösung.

00:00:27: Aber was sagen dann meine Eltern, meine Freunde?

00:00:30: Ist das überhaupt okay, einfach aufzuhören und neu anzufangen?

00:00:34: Hallo und herzlich willkommen zum Studipodcast der Technischen Hochschule Aschaffenburg.

00:00:41: Ein Podcast, für den sich Studierende im Rahmen ihres Studiums Konzepte überlegen

00:00:45: und selbst fürs Mikrotreten.

00:00:47: An der TH Aschaffenburg wird nämlich Praxis großgeschrieben.

00:00:51: Hands on in die Zukunft.

00:00:53: Du findest hier Themen rund um die Studienwahl und das Studium selbst.

00:00:57: Interessant also für Studieninteressierte und Studierende aus erster Hand zu hören,

00:01:02: was hier möglich ist und wie es an der TH AB so läuft.

00:01:06: Also genug von mir, lassen wir die Studierenden sprechen.

00:01:10: Hallo und herzlich willkommen zu unserem Studipodcast der TH Aschaffenburg.

00:01:19: Ja, ich würde jetzt erstmal uns einmal alle vorstellen.

00:01:21: Und zwar sind wir vier Studierenden aus der TH Aschaffenburg.

00:01:25: Wir studieren im dritten Semester Wirtschaftspsychologie.

00:01:28: Zum einen sind es Vanessa und Mala, die waren hinten im Skript und allem sehr viel dabei

00:01:33: und haben uns ja tatkräftig unterstützt.

00:01:36: Lara wird uns heute von ihren persönlichen Erfahrungen erzählen

00:01:39: und ich führe ich so ein bisschen als Moderatoren heute durch diesen Podcast.

00:01:44: Das Thema dieser Folge wird heute sein Studienabbruch oder Studienwechsel.

00:01:48: Wann und warum ist das okay?

00:01:50: Dafür habe ich nämlich zwei spannende Gäste.

00:01:52: Zum einen, wie ich schon bereits erwähnt habe, Lara.

00:01:55: Sie wird uns heute von ihren persönlichen Erfahrungen zum Studiengang Wechsel erzählen

00:01:59: und was für Herausforderungen, was sie da erlebt hat.

00:02:02: Und dann Frau Engel, unsere Expertenmeinung und ihre Erfahrungen

00:02:08: und wichtige Tipps vielleicht, die wir heute erfahren werden.

00:02:12: Freu mich selber, ich hier sein darf.

00:02:13: Ja, wir freuen uns auch oder ich freue mich, dass ihr bei dir seid.

00:02:15: Dankeschön.

00:02:16: So, dann beginnen wir jetzt einmal direkt mit dir, Lara.

00:02:20: Ich glaube, es wäre ganz schön für die Zuhörer,

00:02:21: wenn du dich erst mal zunächst einmal vorstellen würdest, wer du bist.

00:02:24: Und ja.

00:02:26: Okay, also hi noch mal.

00:02:28: Ich bin Lara, 24 Jahre alt und wie Krita schon erwähnt hat,

00:02:32: studiere ich mit den Mädels Wirtschaftspsychologie hier im dritten Semester.

00:02:37: Und zwar war es so, dass ich vorher einen anderen Studiengang studiert habe.

00:02:41: Und zwar habe ich für Semester Grundtoleramt an der pH in Heidelberg studiert

00:02:45: und habe den Studiengang abgebrochen und bin jetzt hier.

00:02:49: Darüber möchte mir gleich ein bisschen reden, wie es dazu kam.

00:02:52: Ja.

00:02:53: Ja, erst mal danke für deine Vorstellung.

00:02:55: Was waren denn die Gründe für deinen Abbruch oder wie hast du gemerkt?

00:03:00: Ey, der Studiengang, der ist es nicht für mich.

00:03:02: Also ich habe damals angefangen, ich glaube, Wintersemester 21/22 war das.

00:03:07: Habe ich angefangen zu studieren in Heidelberg

00:03:09: und da war gerade so die Corona-Pandemie im Hoch eigentlich.

00:03:13: Und dadurch haben wir halt im Prinzip nur daheim studiert.

00:03:16: Also wir waren isoliert, haben vom PC gesessen.

00:03:18: Also ich war zu dem Zeitpunkt nicht einmal in der Hochschule,

00:03:21: einen Semester lang.

00:03:22: Und ich habe in dem ersten Semester eigentlich schon gemerkt,

00:03:25: irgendwas stimmt hier nicht.

00:03:27: Also irgendwie macht es mir gar keinen Spaß.

00:03:29: Und dann dachte ich damals, okay, das liegt wahrscheinlich einfach an der Pandemie,

00:03:32: dadurch, dass wir einfach isoliert sind.

00:03:35: Und dann war so der Gedanke, okay, ich warte jetzt ein zweites Semester ab.

00:03:38: Welch gefällt es mir ja dann?

00:03:39: Also wenn ich dann im Präsenz war.

00:03:41: Und da habe ich dann aber auch gemerkt, es macht mir einfach gar keinen Spaß.

00:03:44: Also die Inhalte interessieren mich wirklich nicht.

00:03:47: Und dann dachte ich, okay, aber vielleicht ist ja der Beruf toll.

00:03:50: Also dann lohnt es sich vielleicht, ein ätzendes Studium zu machen.

00:03:53: Es ist ein bisschen mittel zum Zweck,

00:03:56: aber dann kann ich den Beruf machen, der mir Spaß macht.

00:03:58: Und dann dachte ich, okay, ich warte das dritte Semester ab.

00:04:01: Da hatte ich dann ein Praktikum drei Wochen lang in der Konschule.

00:04:04: Und ich habe dann gemerkt, nee, passt leider auch nicht.

00:04:07: Also es war jetzt nicht schlecht, aber es hat mir jetzt auch nicht super viel Spaß gemacht,

00:04:11: dass ich gesagt hätte, ich will das jetzt mein Leben lang machen.

00:04:14: Also ich glaube nicht, dass man die Perspektive braucht,

00:04:16: den Beruf wirklich ein Leben lang zu machen.

00:04:18: Aber schon so, dass man sagt, ich habe da jetzt wirklich Spaß dran.

00:04:21: Machs auch paar Jahre mindestens mal gerne.

00:04:24: Und das hatte ich leider gar nicht.

00:04:25: Und dann, ja, kam immer mehr die Entscheidung abzubrechen, den Studiengang.

00:04:30: Ja, okay, ja, verstehe ich.

00:04:31: Also ich glaube, es ist klar, dass im Studiengang es gefällt nie jedem einem alles.

00:04:35: Aber ein bisschen sollte man Spaß haben.

00:04:37: Oder die Zukunftsorientierung sollte schon irgendwo dann was mit dem Studiengang

00:04:41: vielleicht zu tun haben.

00:04:43: Deswegen kann ich dich da auf jeden Fall verstehen.

00:04:46: Was waren deine größten Sorgen und Zweifel während dieser Entscheidungsfindung?

00:04:51: Also ich glaube ganz allgemein halt einfach Zukunftsängste.

00:04:55: Weil ich wusste, ich will abbrechen.

00:04:58: Aber was mache ich, wenn ich abgebrochen habe?

00:04:59: So, dann stehe ich da und habe keinen Studiengang.

00:05:02: Also ich hatte halt einfach keine Alternative zu dem Zeitpunkt.

00:05:04: Ich wusste nicht, was ich machen will.

00:05:07: Und dann, was halt auch noch dazu kam,

00:05:09: ein bisschen die Angst, dass vielleicht Leute denken, ich bin eine Versagerin.

00:05:12: Weil die vielleicht denken, die hat abgebrochen,

00:05:14: weil sie vielleicht einfach nicht schlau genug ist.

00:05:16: Oder weil sie nicht diszipliniert genug ist.

00:05:18: Oder keine Ahnung was.

00:05:19: Also da sind mir wirklich viele Gedanken durch den Kopf gegangen damals.

00:05:22: Was ich aber vorweggreifen will, also es war gar nicht so.

00:05:25: Ich hatte nicht einmal die Erfahrung, dass jemand gesagt hat, du bist eine Versagerin.

00:05:29: Ich weiß nicht, ob wir hinten rum irgendwelche Leute geredet haben.

00:05:32: Also ich meine, Leute reden immer.

00:05:33: Aber so für mein Familienfreunde kam nie irgendwas in der Art auf jeden Fall.

00:05:38: Ja, ja, die Angst verstehe ich total.

00:05:40: Weil es ja in der Gesellschaft leider heutzutage immer noch wirklich ein Tabu ist.

00:05:45: Ja.

00:05:46: Aber wenn du vielleicht ein bisschen drauf eingebaut hast,

00:05:48: wie hat denn dein Umfeld oder deine Eltern so reagiert über Direktion?

00:05:53: Also es hat sich auch schon länger angemordet gehabt.

00:05:56: Und das war jetzt nicht so, dass ich einfach gesagt habe, am nächsten Tag, ich breche jetzt ab.

00:06:00: Das war ja ein ganz langer Prozess.

00:06:02: Und am Anfang waren die schon schockiert und so wart mal ab.

00:06:06: Und ich meine, ich hab ja dann immer wieder abgewartet und hab Neues ausprobiert.

00:06:09: Ob es jetzt das Praktikum war oder halt Präsenz.

00:06:13: Und es hat aber trotzdem halt alles immer mehr dagegen gesprochen oder mich halt bestätigt.

00:06:18: Und dann haben sie mich da auch schon immer mehr unterstützt und haben gesagt,

00:06:22: schlussendlich wollen sie, dass ich glücklich werde.

00:06:24: Also weil sie wussten halt auch, dass ich irgendwie so unter der Situation gelitten hab.

00:06:27: Das habe ich schon mal, ich glaube, von einem Jahr oder so erzählt in unserer Mädelsgruppe so.

00:06:32: Da hat meine Oma, als ich ihr das erzählt hab, dass ich abbrechen möchte, war die erste Reaktion so,

00:06:38: willst du den Beamtenstatus wirklich aufgeben?

00:06:41: Also man muss sagen, ganz andere Generationen natürlich, Sicherheitsaffin und so, funktional.

00:06:48: Aber ich war dann so, ja, ich will glücklich werden.

00:06:51: Also und damit werde ich nicht glücklich.

00:06:54: Und dann war das okay.

00:06:55: Ja.

00:06:56: Ja stark, dass du das so durchgezogen hast.

00:06:59: Also wirklich Respekt und da den Mut genommen und gepackt hast, muss ich wirklich sagen.

00:07:03: Du bist gerade eben nur kurz auf den Entscheidungsprozess,

00:07:06: wie lange der gedauert hat, eigentlich gegangen, als du meintest,

00:07:09: dann Eltern haben das ja auch alles mitbekommen zur Phase.

00:07:11: Wie lange ging es denn genau, also was würd zu sagen, bis zur wirklichen Entscheidung?

00:07:15: Im dritten Semester, glaube ich, habe ich so final die Entscheidung getroffen.

00:07:18: Und eigentlich hat sie es halt vom ersten bis zum dritten Semester so durchgezogen,

00:07:22: weil ich ja immer wieder den Gedanken an sich hatte.

00:07:24: Und einfach nur mir so Zeitpunkte gesetzt haben, was ich noch abwarten möchte.

00:07:28: Ja, aber das Problem hat dann halt auch, jedes Semester habe ich da ja Energiezeit reingesteckt,

00:07:32: habe natürlich Prüfungsleistungen gemacht.

00:07:34: Je länger ich es rausgezogen habe, desto schwerer wurde es auch,

00:07:37: weil ich dachte jetzt habe ich halt gefühlt halt mega die Arbeit in die Tonne.

00:07:42: Ja, es hat sich jetzt schon drei, vier Semester hingezogen.

00:07:45: Vielleicht wäre es früher ein bisschen einfacher gewesen, aufzuhören.

00:07:49: Aber ich habe jetzt also in meinem Fall was so, ich habe einfach so paar Punkte gebraucht,

00:07:51: um mir sicher zu sein, dass ich auch aufhören möchte.

00:07:54: Ja, ja.

00:07:55: Ja, auf jeden Fall.

00:07:55: Also ich finde, also ich kenne so gut wie keine.

00:07:58: Also nach dem vierten Semester ist ja auch wirklich, das sind ja schon zwei Jahre, die du investiert hast.

00:08:02: Das überlegt man sich dann dreimal, ob man wirklich jetzt abricht

00:08:05: oder ob man es nicht einfach an den Sauren Apfel bei ist.

00:08:07: Ja.

00:08:08: Also den Gedanken hatte ich ja auch mit diesen zwei Jahren, dass es ultralang ist.

00:08:11: Und da habe ich dann irgendwann abgewogen.

00:08:13: Also ich dachte so, okay, wie lang brauche ich jetzt noch, bis ich Lehrerin bin?

00:08:17: Also jetzt wäre ich eigentlich mit dem Bachelor fertig ungefähr.

00:08:20: Ich hätte noch ein Master machen müssen, ich hätte noch ein Ref machen müssen.

00:08:23: Und faktisch bin ich jetzt mit Wirtschaftspsychologie und Lehramt eigentlich relativ gleichzeitig fertig.

00:08:28: Und das war noch mein wichtiger Punkt, dass ich gesagt habe, okay, ich zieh es jetzt durch.

00:08:31: Ja, ich finde man merkt sehr, wie du das richtig abgewegt und fast schon durchgerechnet hast.

00:08:37: Ananisiert.

00:08:38: Ich meine, so soll es sein, das ist ja eine wichtige Entscheidung.

00:08:40: Also was macht man dann mit seiner restlichen Zeit?

00:08:43: So, noch zur nächsten Frage.

00:08:45: Und zwar, wie war es denn jetzt für dich, den neuen Studiengang anzufangen, also Wirtschaftspsychologie?

00:08:50: Was waren da deine Sorgen?

00:08:52: Also meine wäre zum Beispiel gewesen, ja, was wenn es jetzt wieder so passiert?

00:08:55: Also was, wenn es wieder nicht mein Ding ist, dann wieder abbrechen?

00:08:59: Also was waren da deine Gedanken?

00:09:01: Ja, also das war auch so der Topgedanke, den ich hatte.

00:09:05: Also ich hatte unglaublich viel Druck, dass das jetzt der richtige Studiengang sein muss.

00:09:09: Weil ein zweites Mal abzubrechen.

00:09:11: Also da habe ich auch schon gesagt, bevor ich überhaupt wusste, was ich jetzt studiere wieder,

00:09:15: habe ich gesagt, ich kann kein zweites Mal abbrechen, was an sich auch Quatsch ist.

00:09:18: Also wenn es wieder nicht gepasst hätte, dann gibt es ja immer noch andere Wege.

00:09:22: So, da andere Studiengänge, vielleicht auch keine Ahnung, eine Ausbildung oder was komplett anderes.

00:09:27: Hätte ich dann auch wieder gucken müssen.

00:09:29: Deswegen war der Druck auf jeden Fall sehr groß.

00:09:32: Ich dachte auch, oh Gott, Mathe, BWL, ob mir das jetzt liegt, war aufraglich.

00:09:38: Aber ich kann jetzt schlussendlich sagen, für mich war Wirtschaftspsychologie an der TH eine Topentscheidung.

00:09:44: Also ich habe mir da bewusst auch einen Studiengang ausgesucht, der diesmal total breit ist am Ende.

00:09:49: Wo ich dann wirklich in verschiedene Berufsfelder rein kann.

00:09:52: Weil bei Grundtulleamt hatte ich halt nur die Option Grundtulleamt.

00:09:55: Und jetzt bin ich total frei, wenn ich fertig bin mit dem Studium.

00:09:59: Ja, das hat mir sehr gut gefallen und auch an sich.

00:10:01: Also gibt es stressige Phasen an der TH, kennt ihr auch, gut Prüfungsphasen.

00:10:07: Die sind wirklich eklig teilweise.

00:10:09: Aber ich bin trotzdem zufrieden und glücklich.

00:10:11: Also gutes Umfeld hier gefunden, gute Wahl.

00:10:13: Ja, freut mich so zu hören, dass du jetzt so glücklich bist.

00:10:17: Und auch jetzt nochmal vielen, vielen Dank, dass du so ehrlich über was bei dir passiert ist,

00:10:21: erzählt hast und deine Herausforderungen, deine Entscheidungen auch mit dem Umfeld.

00:10:26: Ich glaube, das ist für viele auch gerade der Grund, weshalb man es durchzieht.

00:10:29: Deshalb vielen, vielen Dank für deine Offenheit.

00:10:31: Ich glaube, das hilft bestimmt vielen zu hören, da draußen weiter.

00:10:34: Dankeschön. Ich habe mich auch sehr gefreut, darüber sprechen zu können.

00:10:37: Und vielleicht auch ein bisschen Mut zu machen.

00:10:39: Ja, mit Sicherheit.

00:10:40: So, jetzt kommen wir zu Ihnen, Frau Engel.

00:10:44: Erst mal nochmal vielen, vielen Dank, dass Sie hier sind, ich heute Zeit genommen habe.

00:10:48: Wenn Sie möchten, können Sie sich einmal erst mal vorstellen für die Zuhörer,

00:10:52: dass Sie wissen, was Sie überhaupt machen an der TH.

00:10:55: Sehr, sehr gerne. Ich freue mich auch, hier zu sein.

00:10:57: Etwas kurzfristig, nämlich für meinen Kollegen eingesprungen.

00:11:00: Der auch in der Studienberatung arbeitet, Friederik Bergmann.

00:11:03: Genau, also mein Name ist Alexandra Engel und ich arbeite eigentlich im Marketing.

00:11:08: Und der Fakultät Wirtschaft und Recht der Technischen Hochschule Aschaffenburg.

00:11:12: Und auch im Marketing für so einen erklärungsbedürftigen Studiengang.

00:11:16: Das können wir dann nachher noch mal ein bisschen darauf eingehen.

00:11:19: Das ist ja auch immer wichtig.

00:11:21: Und der ist auch für Menschen konzipiert und in besonderen Lebenssituationen.

00:11:24: Also es passt dann auch irgendwie so ein bisschen zusammen.

00:11:27: Der heißt Mittelstandsmenschmand.

00:11:29: Und in dieser Funktion oder auch in der Funktion im Marketing arbeite ich viel auf Messen

00:11:33: und mache da Studienberatung.

00:11:35: Und seit dem ersten Elften bin ich jetzt auch hier in der Studienberatung

00:11:39: mit dem Herrn Bergmann zusammen tätig und ich freue mich, hier zu sein.

00:11:42: Zudürfen.

00:11:43: Ja, schön. Dankeschön für Ihre Vorstellung.

00:11:46: Bevor wir jetzt genau auf das Thema eingehen, Studienabbruch, Studienwechsel,

00:11:50: wäre das super, wenn Sie vielleicht einmal für die Zuhörer differenzieren könnten

00:11:54: zwischen Studienabbruch, Studienwechsel.

00:11:56: Ja, sehr, sehr gerne.

00:11:57: Also es gibt, wie Sie schon genannt haben, den Studiengangswechsel

00:12:00: und den Studiengangs-Abruch, Studiengangswechsel.

00:12:02: Hat man ja jetzt gerade ganz klassisch.

00:12:04: Das ist natürlich die schönste Möglichkeit.

00:12:07: Und wir haben ja auch den Studienabbruch genau.

00:12:09: Das ist halt weniger schön, also die Exmatrikulation.

00:12:12: Jetzt sage ich mal was zu dem Studiengangswechsel.

00:12:14: Also es bedeutet, man wechselt entweder in einen anderen Studiengang,

00:12:17: wie Sie das jetzt gemacht haben.

00:12:19: Das macht man oft an derselben Hochschule

00:12:21: oder man sucht sich halt eine andere Hochschule, wo das vielleicht ähnlich ist

00:12:24: oder ein komplett anderer Studiengang.

00:12:26: Das kann natürlich auch sein.

00:12:27: Es kommt natürlich darauf an, wie die Bedingungen sind, ob mir die Hochschule nicht

00:12:30: vielleicht jetzt gefällt oder das Fach an solches, also die sind da differenziert.

00:12:35: Und das Gute ist, man kann sich dann oft teilweise die Erbrachtenleistung anrechnen lassen.

00:12:40: Also bei uns ist es dann so, da fragt man dann im Studienbüro nach

00:12:43: und dann wird es dann mal per Einzelfall entschieden.

00:12:46: Und das Ziel ist natürlich, denjenigen zu motivieren, dass er weiter studiert,

00:12:50: aber vielleicht im Fach das Beste zu impassen.

00:12:52: Also wir haben das manchmal, dass man von BWL zu BWR wechselt, dass man sagt,

00:12:56: ich finde die Rechtsanteile total interessant und möchte das weiter vertiefen.

00:13:00: Jetzt nur so als Beispiel.

00:13:01: Genau als zweites den Studienabbruch.

00:13:03: Das ist natürlich weniger schön.

00:13:05: Das ist dann der vollständige Ausstieg aus dem Studium, also die Exmatrikulation.

00:13:10: Oft sind es Leute, die halt gesagt haben,

00:13:12: ok, Studium ist vielleicht doch nichts für mich, möchte lieber eine Ausbildung machen

00:13:16: oder noch mal ins Ausland gehen oder mich selbst noch mal finden.

00:13:19: Also auf jeden Fall diesen bestehenden Weg aktuell so nicht weitergehen.

00:13:22: Okay, danke schön.

00:13:24: Sehr gerne.

00:13:25: Noch an der Stelle ein Hinweis.

00:13:27: Wir werden heute nur über den Freiwilligen Studienabbruch sprechen.

00:13:30: Also nicht jetzt am Ende einfach im Studien Exmatrikulation,

00:13:35: sondern nur über den Freiwilligen Studienabbruch.

00:13:39: Genau, die Freiwillige Exmatrikulation.

00:13:42: Man kann ja auch exmatrikuliert werden.

00:13:44: Genau, man kann auch Prüfung, nicht bestehend.

00:13:46: Man kann darüber nicht nehmen, da haben wir es als freie Entscheidung.

00:13:49: Genau, damit wir das einmal.

00:13:51: Aber dass man halt trotzdem frühzeitig vielleicht weichen stellen kann,

00:13:54: um das zu verhindern.

00:13:55: Ja, auf jeden Fall.

00:13:56: Ja, dazu haben nämlich wir 4 Studierende eine sehr interessante Statistik gefunden.

00:14:01: Und zwar war das die Statistik des Deutschen Zentrums für Hochschulen

00:14:04: und Wissenschaftsforschung aus dem Jahr 2022.

00:14:08: Und in dieser Statistik wurde praktisch gezeigt,

00:14:10: dass fast ein Drittel der Bachelor Studierenden

00:14:13: innerhalb des Studiums ihr Studium abbrechen.

00:14:16: Da waren wir bei alle sehr erstaunt.

00:14:19: Das ist eine krasse Zahl.

00:14:21: Und ich gerade deshalb finde, ich ist so wichtig,

00:14:23: zu heute darüber sprechen, weil es eben keine Seltenheit des Studienabbruchs

00:14:27: oder Studienwechsel und viele Studierende damit hardern und Probleme haben.

00:14:31: Somit komme ich jetzt wieder aufs Sieg zurück.

00:14:34: Und zwar meine nächste Frage wäre, wie oft passiert es denn,

00:14:37: dass Sie zu Beratungsgesprächen Studierende zu Ihnen kommen?

00:14:40: Da ich ja regelmäßig Studierende berate,

00:14:43: die mit dem Gedankenspielen ihr Studium abzubrechen oder zu wechseln,

00:14:47: ist es natürlich ein häufiges Thema bei uns in der Studienberatung.

00:14:50: Also es ist natürlich schön, wenn die Leute zu uns kommen,

00:14:53: wenn das Kind nicht schon sozusagen in Brunnen gefallen ist,

00:14:55: sondern wenn man frühzeitig sich da praktisch aufrafft,

00:15:01: meine Studienberatung anzurufen und vielleicht zu sagen,

00:15:03: gibt es da noch Alternativen und wir verweisen dann oft ja auch an das Studienbüro,

00:15:07: weil gerade wenn es jetzt eine Notensache ist oder andere Probleme,

00:15:10: aber wir sehen uns auch als Anlaufstelle für JET-Weggrobleme,

00:15:14: die Studierende an der Technischen Hochschule erschaffen,

00:15:17: wo wir stellen dann auch Verbindungen hin zum Familienfrauen,

00:15:20: wo falls es da Probleme gibt, persönliche, private.

00:15:23: Also unser Ziel ist natürlich, die Studierenden auf jeden Fall

00:15:26: an der Hochschule zu halten und bestmöglich zu beraten

00:15:31: und für sie natürlich auch den bestmöglichen Weg zu finden.

00:15:34: Also wenn das dann doch ein Studiengangswechsel

00:15:35: oder sogar ein Studienabbruch sein sollte,

00:15:37: aber dann wäre es halt schön, wenn man vielleicht

00:15:39: frühzeitig darüber sprechen könnte,

00:15:41: um dafür alle Beteiligten eine gute Lösung zu finden.

00:15:44: Ja, finde ich sehr schön, dass wir so eine Anlaufstelle haben.

00:15:47: Also ich finde, wenn man das hört,

00:15:48: man sieht direkt viel sicherer, falls man sowas kommt,

00:15:50: dass man da zu ihnen kommen kann und man praktisch mit offenen Händen,

00:15:54: der auch empfangen wird.

00:15:55: Was sind denn die häufigsten Gründe, dass Studierende zu ihnen kommen?

00:15:59: Also warum sie abrechen oder warum sie wechseln?

00:16:02: Was sind da die meisten Gründe?

00:16:04: Vielelei Gründe, zum Beispiel, das Fach passt nicht zu den Interessen,

00:16:07: was sie gesagt haben, dass man so merkt im Laufe des Studiums,

00:16:11: irgendwo hakt es, das ist nicht so ganz nach meinem Geschmack

00:16:14: oder ich finde nicht so das Thema oder irgendwie passt das Fach und ich nicht zusammen.

00:16:19: Und die Erwartungshaltung wird halt einfach nicht erfüllt.

00:16:22: Oder man findet Interesse an einem anderen Fachgebiet.

00:16:27: Das weiß ich jetzt nicht, wie das bei Ihnen war,

00:16:28: ob sie irgendwann gesagt haben, vielleicht ist Wirtschafts- doch ein bisschen interessant.

00:16:31: Dieses ist ein toller Studiengang, wir haben ja ein Drittel Kommunikation,

00:16:34: ein Drittel BWL, ein Drittel Sprachen, vielleicht haben sie da gemerkt.

00:16:39: So ein bisschen...

00:16:41: Psychologie vielmehr noch, also Konika zum Sprachweiher in einem vielleicht.

00:16:45: Ja, gut, was ich sagen muss, ich habe

00:16:48: ich habe viel gelesen, habe tatsächlich auch auf der Internetseite von der TH

00:16:53: damals reingehört, also da werden ja auch unsere Studiengänge vorgestellt,

00:16:57: was mir sehr geholfen hat und habe dann selber viel rumgelesen und habe mich dann

00:17:01: tatsächlich aber beim Praktikum selbst so ein bisschen bestätigt.

00:17:04: Also weil ich glaube manchmal ist schwierig zu sagen, ob man wirklich an was

00:17:08: Interesse hat, bis man wirklich ein Praktikum gemacht hat, weil bei mir war

00:17:11: das dann für den Abbruch ja der X Faktor, das ich gesagt habe, auf gar keinen Fall.

00:17:15: Und das war jetzt auch in dem Fall wieder zu der

00:17:17: Punkt, dass ich gesagt habe, mir gefällt es mit BWL in einem Unternehmen zu arbeiten.

00:17:21: Also war ein kurzer, grober Einblick, aber der Sicherheit Gott sei Dank jetzt auch

00:17:25: bestätigt hat so.

00:17:26: Ja, ist super, das klingt doch richtig gut und ja,

00:17:29: ist so schön, dass Sie da wirklich was gefunden haben, was so in Past und so ein

00:17:32: Praktikum oder so ist ja immerhin sehr, sehr gut der Weg, um irgendwie Berufseinstieg

00:17:36: zu finden und da ist ein Interessensgebiet auszuloten.

00:17:39: Sehr schön. Noch weitere Gründe für einen Studiengangswechsel, würde ich sagen, zu

00:17:44: hohe Anforderungen oder Überforderungen aktuellen Studiengang.

00:17:48: Ich könnte mir vorstellen, vielleicht so ingenieurswissenschaftlichen

00:17:50: Berufen, dass man gesagt hat, OK, also nicht

00:17:53: den Studiengang, also ingenieurswissenschaftlichen Studiengang, viel mehr, dass man

00:17:56: gesagt hat, OK, in der Schule war ich in Mathematik ganz gut, hat so weit

00:18:01: funktioniert, aber wenn man dann jetzt plötzlich, weiß ich nicht, auch noch irgendwie

00:18:05: programmieren soll und ganz spezifische, mathematische Kenntnisse und

00:18:11: da und Elektrotechnik ist ja auch ganz viel und viel mit physikalischen Sachen und

00:18:16: dass man dann vielleicht merkt, das hakt doch in der einen oder anderen Stelle.

00:18:19: Also solche Möglichkeiten gibt es oder dass sich die beruflichen Ziele komplett

00:18:23: geändert haben, dass man sagt, OK, ich möchte das gar nicht mehr, man wie Sie

00:18:27: jetzt, ich möchte nicht mehr Grundschullehrerin, wenn ich will da nicht die ganze Zeit

00:18:30: vielleicht da stehen und immer wieder das gleiche erzählen und

00:18:35: Sondern ich möchte vielleicht freier kreativer sein, ich möchte vielleicht was

00:18:39: bewirken. Also das kann man bestimmt auch ins Grundschullehrerin, aber

00:18:42: vielleicht, dass man da noch mal ein bisschen vielleicht jetzt in ihrem Fall

00:18:45: bisschen das Psychologische da mehr vertiefen möchte.

00:18:49: Ja, oder man ist halt was natürlich Worst Case-Szenario für uns ist, dann

00:18:52: müsst ihr mir halt ran, man ist unzufrieden mit der Hochschule.

00:18:55: Da gibt es ja auch ganz viele Gründe, dass die Dozenten nicht ansprechbar sind.

00:18:59: Vielleicht schreibe ich E-Mails, die Professorin antworten nicht,

00:19:02: keine Ahnung, Chaos mit den Vorlesungsplänen, die Homepage funktioniert nicht oder wie

00:19:09: auch immer, das sind ja auch Gründe.

00:19:10: Und da muss man sich selber dann als Hochschule natürlich hinterfragen und

00:19:13: sagen, kann ich da vielleicht eine Maßnahmen ergreifen, dass es besser funktioniert?

00:19:18: Ja, genau.

00:19:19: Ja, vielen Dank für die Vorstellung der Gründe zu einem

00:19:23: Studienabbruch oder auch Studienwechsel.

00:19:26: Und zwar wird das ja immer noch leider in der Gesellschaft als Scheitern

00:19:29: angesehen. Wann würden Sie denn sagen, es ist in Ordnung, sich wirklich dann am Ende

00:19:33: letztendlich zu entscheiden, ich wechsel den Studiengang oder ich brechst sogar ab?

00:19:38: Ja, also das, was Sie vor allen Dingen vorhin genannt haben, das persönliche

00:19:41: Wohlbefinden, dass man irgendwann an so einen Punkt kommt, wo man merkt, ich

00:19:44: bin so nicht mehr weiter, dass es ein irgendwie unglücklich macht, dass man

00:19:48: das vielleicht auch nach Hause mitnimmt in die Familie oder in die Partnerschaft,

00:19:52: die Probleme und dass man wirklich über einen längeren Zeitraum unglücklich ist.

00:19:56: Und auch stark gestresst, das macht ja auch krank

00:19:59: und auch wirklich keine Verbesserungen in Sicht ist.

00:20:01: Und selbst, wenn man sich vorstellt, ich ziehe das eine Semester jetzt noch durch

00:20:05: und dann, aber wenn man sich das selbst vielleicht noch gar nicht mehr vorstellen

00:20:08: kann, also dass man irgendwann so Zweifel bekommt und das dann vielleicht wirklich

00:20:13: auf die mentale Gesundheit geht.

00:20:15: Also da würde ich dann schon wirklich von abraten und mir frühzeitig irgendwie

00:20:18: auch Hilfe holen, um nach Verbesserung

00:20:20: herbeizuführen.

00:20:22: Genau.

00:20:23: Genau.

00:20:24: Dann Motivationsverlust, dass man irgendwann, wenn man vielleicht nur noch schlechte

00:20:29: Noten schreibt oder wenn es einfach gar nicht mehr funktioniert oder man sich gar

00:20:32: nicht mehr aufraffen kann, überhaupt noch was für das Studienfach zu machen.

00:20:35: Ich glaube, dass man dann irgendwann, weil man verbringt ja doch viel Zeit, sage

00:20:40: ich mal, im Studium und auch danach vielleicht mit seinem Beruf.

00:20:43: Und das sollte ja schon irgendwie zumindest ein bisschen Spaß machen und er

00:20:46: sollte gerne dahin gehen.

00:20:47: Und wenn man dann wirklich sagt, das ist für mich echt, ich kann mich selbst gar nicht

00:20:50: mehr motivieren, mir fehlen komplett meine eigene Motivation.

00:20:53: Ich glaube, jetzt ist es schwierig oder halt neue Interessen und Ziele, dass

00:20:57: man vielleicht neben Job noch nebenbei gemacht hat und dann festgestellt hat,

00:21:01: dafür brenn ich, dass es meine Leidenschaft und das, was ich da eigentlich

00:21:04: hauptberuflich studiere sozusagen, das interessiert mich eigentlich überhaupt

00:21:08: nicht und sich vielleicht dann neu orientieren möchte.

00:21:11: Ja und natürlich auch praktische Gründe.

00:21:13: Ein Studium kostet Geld.

00:21:15: Manchmal vielleicht glaubt das alles nicht, dass man auch arbeiten gehen muss, um

00:21:18: das alles dann auf die Reihe zu bekommen, Lebensunterhalt zu finanzieren,

00:21:22: familiäre Umstände natürlich auch.

00:21:24: Also das hat mir jetzt auch in unserem Studiengang, in dem blended Learning

00:21:28: Studiengang für Menschen, bis zu einer Lebenssituation, dass da fliegende

00:21:32: Angehörige sind oder so und dass man deswegen die Prioritäten sich einfach

00:21:35: vom Studium oder die persönlichen verschieben und man deswegen da mehr

00:21:39: agieren muss und dann das andere ein bisschen

00:21:41: hin mit Leidenschaft gezogen wird und das man dann sagt, OK, ich kann nicht

00:21:45: beidem gerecht werden und ich setze jetzt einfach Prioritäten für zum Beispiel

00:21:49: die Familie, für das persönliche und lasst dann einfach das Studium jetzt mal

00:21:52: Studium sein, so schlimm wie es klingt.

00:21:55: Genau, aber es sollte auf jeden Fall immer eine gut überlegte Entscheidung sein.

00:21:59: Deswegen bieten wir ja auch frühzeitig immer Beratung an.

00:22:02: Ihr könnt zu uns kommen, ihr könnt uns Mails schreiben, ihr könnt uns anrufen.

00:22:05: Also es ist immer kein Problem.

00:22:07: Oder man geht mal zu einer Beratungsfamilie, noch Frauenbüro.

00:22:10: Sind auch nette Leute, die da gerne helfen, also immer gerne das Gespräch suchen.

00:22:14: Also es war mir noch mal wichtig, das an der Stelle zu sagen.

00:22:17: Dann würde ich gerne noch sagen, weil Sie es ja auch angesprochen haben, dass man,

00:22:20: wenn man nur noch Stress hat, dass man sich das überlegen soll,

00:22:24: ob das wirklich die bessere Option ist, vielleicht aufzuhören.

00:22:27: Da hatten wir es ja auch kurz vorhin am Anfang noch mal drüber,

00:22:30: vielleicht noch mal zu sagen, dass es jetzt nicht die eine Klausur in Phase meint,

00:22:33: weil ich meine, da hat man ja wirklich einen hohen Stresslevel.

00:22:37: Aber der ist ja Gott sei Dank temporär und

00:22:39: da weiß man so, OK, nach drei Wochen ist es jetzt wieder durch.

00:22:41: Aber wenn man jetzt wirklich dauerhaft unter Stress ist.

00:22:44: Ja, genau.

00:22:45: Also wenn es lang anhalten ist, wenn man jetzt einen Semester irgendwie

00:22:48: überstanden hat, dann kommt das nächste.

00:22:50: Und das ist halt wirklich, dass man immer mal Fächer hat.

00:22:53: Ja, ich habe auch zum Beispiel BWL studiert.

00:22:54: Ich fand jetzt auch Statistik oder so jetzt auch nicht so toll oder VWL.

00:22:58: Aber da muss man halt mal durchsken, auch mal Marketing oder irgendwas anderes.

00:23:02: Aber wenn man dauerhaft merkt, das ist überhaupt nicht meins.

00:23:05: Das interessiert mich nicht.

00:23:06: Ich habe keine Leidenschaft dafür.

00:23:08: Herzblut gibt es nicht.

00:23:10: Also ich glaube, dann sollte man wirklich sagen, ich suche eine Alternative,

00:23:14: wie auch immer die aussehen soll, aber auf jeden Fall.

00:23:17: Und ich finde halt auch, dass ein Scheitern, das hatten sie ja vorhin auch

00:23:22: angesprochen, dieses persönliche Scheitern.

00:23:25: Ja, vielleicht sollte man es auch einfach als Chancen sehen, was Neues zu machen.

00:23:29: Da muss es ja nicht immer.

00:23:30: Ich habe jetzt versagt oder so.

00:23:32: Sie haben ja auch gesagt, ihr familiäres Umfeld hat es ja auch akzeptiert.

00:23:35: Gut, die Oma hat noch mal kurz gesagt, aber gut.

00:23:38: Aber ansonsten hat es ja alles gut funktioniert.

00:23:41: Und ich glaube, dass man sich selber dann einfach mal sagen sollte, ich habe

00:23:44: eine andere Tür geöffnet.

00:23:45: Ich werde jetzt einfach da durchgehen und werden mal gucken, was mich hier tun.

00:23:48: Das Positives erwartet. Auf jeden Fall.

00:23:50: Man hat so viel Möglichkeiten.

00:23:51: Vor allem also im Regelfall ist man ja auch sehr jung, wenn man anfängt.

00:23:54: Studieren wir sind ja, wie gesagt, in der Phase in den Anfang 20er, wo man einfach

00:23:58: herausfinden muss, was man machen möchte.

00:24:00: Ist man ja auch noch nicht so gefestigt, sage ich jetzt mal in seiner Persönlichkeit

00:24:03: und kann da noch ein bisschen nach links, nach rechts gucken.

00:24:05: Und muss jetzt nicht hier 20 Jahre den Luft danach geben.

00:24:09: Sondern man hat ja wirklich Entfaltungsspielraum und kann seine Kreativität da auch

00:24:14: die Entscheidungsfindung mit einfließen lassen.

00:24:16: Genau. Ja.

00:24:17: Ja, und ganz wichtig ist natürlich, wenn ihr zu uns kommt ins Gespräch, dass die

00:24:21: immer vertraulich stattfinden und unverbindlich.

00:24:24: Also ihr müsst nicht da jetzt eine Entscheidung treffen, irgendein Formular

00:24:27: und Deschreibung und morgen keine Ahnung ist mehr exmatrikuliert oder so.

00:24:30: Also Gottes Willen ist das alles.

00:24:32: Na, das ist wie wir sehen, dass wir sehen uns da als als Dienstleister, als

00:24:37: Servicesteller und wir möchten euch nur helfen.

00:24:39: Also das ist eigentlich unser Anspruch, den wir haben.

00:24:41: Okay, ja, das ist sehr gut zu wissen.

00:24:43: Wie läuft denn genauso ein Gespräch ab?

00:24:45: Wie kann man sich das vorstellen?

00:24:47: Ja, also ein Gespräch, also wie gesagt,

00:24:49: wird vorhin Termin vereinbart entweder telefonisch oder per Mail oder Zoom.

00:24:53: Wir blieben auch Zoom an, auch kein Problem, wenn man jetzt von weiter weg ist.

00:24:56: Und dann gibt es ein erstes Kennenlernen, also entweder online, wie gesagt, oder persönlich.

00:25:01: Und unser Ziel ist es, dass man eine entspannte und vertrauensvolle Atmosphäre schafft.

00:25:05: Also, dass wir so wie wir jetzt ganz ungezwungen, vielleicht ohne Mikro,

00:25:11: wie wir es vielleicht meinen.

00:25:13: Und wir planen da immer so ein Zeitfinster von 30 Minuten ein ungefähr.

00:25:18: Und sollte die Zeit mal nicht reichen, kann man entweder noch ein bisschen den

00:25:21: Termin verlängern oder macht ein Folgetermin.

00:25:23: Also das ist auch kein Problem, da sind wir flexibel.

00:25:26: Das kommt auch individuell drauf an, auf auf den Studieninteressierten oder den

00:25:31: Studierenden, den wir davor uns haben und welches Anliegen er natürlich hat.

00:25:35: Das kann man ja nicht wie eine Schablone überstülpen, sondern da gibt es ja ganz

00:25:39: verschiedene Anliegen von Studierenden.

00:25:44: Und das läuft eigentlich so ab, dass die Studierenden kommen und dann erst mal

00:25:47: ungezwungen ihre persönliche Situation schildern.

00:25:51: Also wir stellen da jetzt nicht 50 Fragen, sondern die kommen erst mal und sagen erst

00:25:55: mal, mein Anliegen ist und das Problem habe ich, wie könnte er uns helfen?

00:25:59: Und dann, da wir ja eine Beratungsstelle sind, dann gehen wir gemeinsam in die

00:26:04: Analyse und suchen Gründe vielleicht für die Zweifel.

00:26:08: Jetzt, wenn man den Fall habt Studiengangswechsel oder Studienabbruch,

00:26:11: wo drückt denn das Schuh und was können wir als Hochschule jetzt

00:26:15: ihm Gutes tun, wie können wir ihm helfen oder ihn irgendwie auch vermitteln.

00:26:19: Vielleicht eine andere Stelle, wenn es jetzt ein Problem ist,

00:26:22: familiärer Natur, dass wir auch eine Vermittlungsstelle sind und

00:26:25: ans Familien- und Frauenbüro zum Beispiel verweisen oder mir geben auch mal

00:26:30: Hilfestellung, wenn jetzt jemand was komplett anderes studieren will, wo

00:26:34: findet er weitere Informationen, zum Beispiel der will jetzt an der

00:26:37: Universität gehen oder so, dann helfen wir auch mal Websites zu nennen oder so.

00:26:42: Also da sind wir jetzt auch nicht so und sagen, nein, du darfst nicht weggehen.

00:26:46: Sondern ich war auch schon auf dem Messer, da wollte

00:26:48: irgendwer, ich weiß gar nicht,

00:26:51: irgendeine spezielle Literaturwissenschaftlichen Studien gegangen.

00:26:54: Und dann habe ich auch mal kurz auf dem Handy geguckt, wo kann man das dann?

00:26:57: Also wir sehen uns da auch wirklich als

00:26:59: Servicestelle und als Dienstleister für denjenigen, das persönlich Richtige zu finden.

00:27:05: Wenn es jetzt nicht die TH-Aschaffenburg ist, dann ist es zwar schade,

00:27:08: aber es ist jetzt nicht zwingend notwendig in dem Fall, sondern wir wollen ja,

00:27:12: dass die Leute zufrieden wieder rausgehen aus der Beratung.

00:27:16: Genau und wir wollen ihnen natürlich die Angst nehmen.

00:27:18: Also deswegen sind die Gespräche, wie

00:27:21: ich schon gesagt habe, vertraulich und die unterliegen auch dem Datenschutz.

00:27:24: Also Sachen, die hier besprochen werden in der Studienberatung bei uns im Gebäude

00:27:28: eins, die bleiben da auch.

00:27:30: Wir haben manchmal so kleines Protokoll für uns, aber das wird nirgends

00:27:33: vor öffentlich gestellt oder so, sondern es bleibt in dem Raum.

00:27:37: Und unser Ziel ist es da einfach, den Studierenden orientieren zu geben und den

00:27:41: nicht irgendwas aufzuzwingen, was vielleicht für uns die bestmögliche Lösung wäre.

00:27:46: Heißt ja nicht, dass das für den Studierenden die bestmögliche Lösung ist.

00:27:49: Hinsichtlich Studiengangs, Rechtsstudienabbruch.

00:27:52: Wir versuchen die Studierenden immer zu unterstützen, dass die selbst ihren eigenen Weg finden.

00:27:58: Also wir hätten jetzt niemals zu ihnen gesagt,

00:27:59: Studieren, so Wirtschaftspsychologie, das ist total toll.

00:28:02: Wir hätten das vielleicht aufgezeigt als Möglichkeit, wenn sie uns gesagt haben, die

00:28:05: und die Interessen finde ich toll oder ich interessiere mich ein bisschen für Sprachen,

00:28:10: für Kommunikation, BWL Themen finde ich klasse.

00:28:13: Gibt es da was im Angebot?

00:28:14: Dann hätten wir das vielleicht genannt.

00:28:16: Wir hätten nie gesagt hier Unterschrift, bitte immer regulier dich.

00:28:20: Es muss eine Transparenz da sein, aber die Entscheidung muss

00:28:23: auf jeden Fall beim Gegenüber sein.

00:28:25: Also das können die Entscheidungen leider nicht abnehmen.

00:28:28: Nee, ist ja auch wichtig.

00:28:29: Also ich meine, nur wenn man selber Entscheidungen trifft,

00:28:31: dann muss man auch die Verantwortung dafür tragen.

00:28:33: Genau, genau.

00:28:34: Das müssen die Studien dann ja auch lernen.

00:28:36: Und wie gesagt, wir unterstützen da einfach gerne in unserer Verfügung.

00:28:39: Auf jeden Fall.

00:28:40: Ja.

00:28:41: Ja, dann vielen Dank für die Erklärung zum Ablauf.

00:28:44: Das war auf jeden Fall sehr aufschlussreich

00:28:47: für gerade Studierende, die sich das überlegen,

00:28:50: vielleicht mal irgendwie so eine Unterstützungsmöglichkeit anzunehmen.

00:28:53: Was gibt es daneben der

00:28:55: Studienberatung noch für Unterstützungsmöglichkeiten?

00:28:58: Also wir haben zum Beispiel verschiedene Sachen.

00:29:01: Also wir haben zum Beispiel die psychologische Beratung,

00:29:03: die Karriere und Berufsberatung.

00:29:05: Es gibt Workshops zu Studienorganisationen und Stressbewältigung.

00:29:09: Man kann Praktikum und Schnupperkurs machen in anderen Berufsfeldern.

00:29:13: Und es gibt online Angebote und Selbsttests.

00:29:15: Und ich würde auch noch sagen, das Familien- und Frauenbüro

00:29:18: aus Anlaufstelle.

00:29:20: Auf jeden Fall.

00:29:22: Könnten Sie vielleicht zum Abschluss noch einmal

00:29:24: irgendwie einen persönlichen Tipp oder sonstiges geben für Studierenden,

00:29:28: die gerade an so einer Situation sind,

00:29:30: dass sie irgendwie Zweifel haben oder überlegen,

00:29:32: abzubrechen oder zu wechseln?

00:29:34: Ja, also dass man frühzeitig wirklich

00:29:36: sich mit der Situation auseinandersetzt und halt auch wirklich

00:29:39: vielleicht eine Beratung aufsucht.

00:29:41: Also es kann jetzt die Studienberatung sein.

00:29:43: Da freuen wir uns sehr, Herr Beckenmann,

00:29:44: wenn Sie da auf uns zukommen.

00:29:46: Es kann aber auch aus Familien- und Frauenbüro sein.

00:29:48: Es könnte natürlich auch familiäre Natur sein, dass man das erst mal

00:29:51: vielleicht im kleinen Kreis besprechen möchte, aber wirklich,

00:29:54: dass man drüber spricht, dass man es nicht in sich reinfrisst,

00:29:56: dass es nicht so zum psychischen Problem fördern oder

00:30:00: dass man das mentale Gesundheit leidet, sondern dass man wirklich sagt,

00:30:03: ich komme jetzt hier nicht weiter.

00:30:05: Und das ist ja auch menschlich, dass man sagt, OK, ich stecke jetzt hier irgendwie

00:30:09: mal fest, das ist, das ist keine Schaft, schaft alles alleine,

00:30:15: sondern dass man auch sagt, na, ich nehme mal Hilfe,

00:30:17: einen Anspruch und gemeinsam schaffen wir das.

00:30:19: Auf jeden Fall.

00:30:21: Dankeschön.

00:30:21: Und Lara, vielleicht du ergänzen,

00:30:23: könntest vielleicht auch noch mal einen Tipp von deinen Erfahrungen sagen.

00:30:27: Also was mir besonders geholfen hat, war vor allem,

00:30:30: wie gesagt, mit der Familie zu sprechen, immer wieder aus zu diskutieren,

00:30:33: immer wieder abzuegen.

00:30:34: Und mir hat das eine Freundin tatsächlich empfohlen.

00:30:37: Da war ich erst so, hab ich eigentlich wirklich nicht so Lust

00:30:40: drauf, pro Kontra-Listen schreiben.

00:30:42: Das hat mir mega geholfen.

00:30:44: Das war wirklich am Ende so ein Faktor, dass ich einfach mal alles

00:30:49: vor mir hatte und dann sagen konnte oder halt abwählen konnte, ja.

00:30:53: Ein anderer Weg ist jetzt besser für mich.

00:30:55: Es war dieser Punkt da, zum Beispiel, dass ich

00:30:57: schon mal abgewogen habe von der Zeit, ob ich jetzt viel Zeit verschwende,

00:31:00: wenn ich was Neues anfange.

00:31:02: Ja, das hat mir sehr geholfen.

00:31:03: Ja, danke schön auch an dich für die Tipps.

00:31:07: Somit nochmal abschließen,

00:31:09: danke ich euch beide, dass ihr hierher gekommen seid,

00:31:11: heute, dass wir diese zwei Perspektiven haben.

00:31:14: Zu allen Seite, dass du demut hattest, deine persönlichen Herausforderungen

00:31:19: und auch Fragen und Probleme zu schildern.

00:31:22: Und dann auf der anderen Seite danke ich Ihnen auch sehr, Frau Engel,

00:31:26: dass Sie da die Expertise reingebracht haben, die andere Sicht.

00:31:29: Ja, da danke ich beinem sehr.

00:31:31: Und dann nochmal ein Wort auch von mir an die Zuhörer.

00:31:34: Wenn du in so einer Situation bist,

00:31:37: hoffe ich, dass du jetzt nach diesem Podcast verstanden hast.

00:31:39: Es ist kein Scheiter, wenn du abbrechen oder wechseln möchtest.

00:31:43: Und das ist ganz wichtig.

00:31:44: Aber es ist auch ganz wichtig, dass du natürlich recherchierst, wie es Lara macht.

00:31:49: Pro und Kontra, dass du wirklich abwägst und nicht einfach nur

00:31:52: in der Lüttichhausurenphase gerade ist, aufhörst, weil so soll es nicht sein.

00:31:57: Und jetzt auch mal abschließen zu euch beide, wenn ihr möchtet, könnt ihr gerne

00:32:00: auch einen aufmunternden Satz für die Zuhörer sagen.

00:32:05: Sie dürfen gerne sagen, man soll auf jeden Fall keine Angst haben, mal neu

00:32:10: anfangen zu wagen, mir soll die Veränderung dann auch als Chance sehen

00:32:14: und nicht als persönliches Scheitern.

00:32:17: Und wie gesagt, weil ich schon gesagt habe,

00:32:19: frühzeitig hilft ein Anspruch nehmen, also wirklich auf uns zu gehen,

00:32:22: uns sprechen, Löcher hat uns, ruft an und dass wir dann auch zum Beispiel

00:32:27: frühzeichnen Verbindung mit dem Studienbüro, wenn es mal an Noten etc.

00:32:30: liegen sollte und dass wir da euch helfen können und die ganze Sache auf einen

00:32:34: guten Weg bringen können.

00:32:37: Dankeschön.

00:32:38: Okay. Und ich würde noch sagen so, was vielleicht ganz wichtig ist, seid euch

00:32:43: bewusst, wenn sich eine Tür schließt, wird sich auch eine andere wieder öffnen.

00:32:46: So es geht immer weiter irgendwie, auch wenn gerade die Lebenssituation

00:32:49: richtig blöd aussieht und man sich nicht gut fühlt, da wird wieder was kommen

00:32:54: und euer Glück sollte euch die höchste Priorität sein.

00:32:57: Deswegen macht was, wenn ihr nicht zufrieden seid.

00:33:00: Ja, gut.

00:33:02: Tschüss.

00:33:03: Danke an die Studierenden für Konzept und Stimmen und danke an unsere

00:33:08: Zuhörerinnen und Zuhörer.

00:33:10: Mehr Infos zur Hochschule findest du auf unserer Webseite www.th-ab.de

00:33:17: Bis bald.

00:33:18: [Musik]

00:33:20: (Fansöne)

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